IT Strategy Award 2010
Jury des IT Strategy Awards 2010
- Prof. Dr. Walter Brenner, Direktor, Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen
- Jürgen F. Krusch, Leiter Prozess- und IT-Management, Director, Deutsche Bank Bauspar AG
- Dr. Clemens Keil, CIO, Knorr-Bremse AG
- Michael Neff, CIO, Heidelberger Druck AG
- Matthias Karlshaus, Leiter IT Steuerung und Prozesse, Geschäftsbereich Vermögensverwaltung, Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA, Mitglied Initiativkreis CIO-Circle
IT-Strategie ist Unternehmensstrategie
Merck ist Gewinner des Handelsblatt IT Strategy Award 2010
München/Düsseldorf, 26. Januar 2010 . Der Gewinner des diesjährigen Handelsblatt „IT Strategy Awards“ ist das Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck KGaA. Im Rahmen der 16. Handelsblatt Tagung „Strategisches IT-Management“ erhielt heute in München Merck-CIO Kai Beckmann die Auszeichnung für die beste IT-Strategie 2010.
„IT-Strategie ist Unternehmensstrategie“, fasst Michael Neff, CIO der Heidelberger Druck AG die Jury-Entscheidung zusammen. Die Award Jury lobte den außergewöhnlich hohen Grad der Verbindung und Verzahnung von IT und Business bei Merck. „Das Alignment zwischen IT-Strategie und Business-Strategie war exzellent und im Zeitplan zielgerichtet umgesetzt“, so Matthias Karlshaus, Leiter IT Steuerung und Prozesse Operations & Projekte des Geschäftsbereichs Vermögensverwaltung bei Sal. Oppenheim. Ins Finale hatten es auch der Werkzeughersteller Hilti Corporation und der Hersteller von Sportinstrumenten Amer Sports Corporation geschafft.
Der Vorstandsvorsitzende des Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmens, Karl-Ludwig Kley, und der IT-verantwortliche CIO, Kai Beckmann, entzwickelten gemeinsam eine zukunftsfähige IT-Strategie. „Unsere strategischen Ziele sind nicht ohne IT-Unterstützug zu erreichen. Denn nur mit ihren einheitlichen Standards, Systemen und Prozessen gelingt uns die Modernisierung und Globalisierung von Merck“, so Kley zur IT-Strategie seines Unternehmens. IT sei neben HR und Strategischer Planung ein Eckpfeiler bei der Entwicklung zu einem globalen Pharma- und Chemieunternehmen. Dies beeindruckte den Vertreter der Award Jury Michael Neff. „Nur wenn ich globale Systeme habe, kann ich globale Prozesse umsetzen“, unterstreicht der CIO.
Kai Beckmann führte 2007 den IT-Bereich durch eine vollständige Reorganisation zu einer Zentralfunktion mit globaler Verantwortung. Ziel war eine weltweite Vereinheitlichung und Optimierung der IT hinsichtlich Qualität und Kosten. Zu diesem Zweck ließ Kai Beckmann die bestehenden ERP-Systeme integrieren, um die Basis für einheitliche Geschäftsprozesse zu legen. Die IT-Infrastrukturen zur Verbesserung der Service-Qualität bei gleichzeitiger Kostenoptimierung wurden konsolidiert. „Wir haben die Infrastrukturkosten um jährlich 20 Millionen Euro reduziert“, ergänzt der CIO. Gleichzeitig etablierte der IT-Top Manager eine „best-in-class“ IT Governance. Er ließ die internen IT-Prozesse gemäß der international anerkannten ISO-Normen ISO 9001, ISO 20000 und ISO 27001standardisieren und zertifizieren.
„Beeindruckend ist das Top-Down-Denken und die Buttom-up-Umsetzung im Dialog zwischen den verschiedenen Units und IT-Strategien auf allen Ebenen des Unternehmens“, betont der IT-Manager Matthias Karlshaus, der den CIO Circle in der Jury vertritt. Die Entwicklung der IT-Strategie folgte einem klar strukturierten, zyklischen Prozess. So wurde im Jahr 2008 die IT-Strategie von Merck grundlegend neu erarbeitet. In 2009 wurde sowohl die Unternehmens-Strategie von Merck als auch die IT-Strategie überprüft und ständig angepasst. Die Anpassung der IT-Strategie an die Unternehmensstrategie erfolgt dabei in einem mehrstufigen Top-Down-Ansatz. „Es geht nur im engen Dialog über alle Unternehmensebenen. Der starke Wille und der Mut zur Veränderung ist spürbar – eine vorbildliche IT-Strategie”, resümiert für die Handelsblatt-Jury der Prozess- und IT-Management -Leiter der Deutsche Bank Bauspar AG, Jürgen F. Krusch.







